Lightweight WM in Boise (Idaho) USA 2016


 

Lightweight Weltmeisterschaft in Boise (Idaho) USA

 

Die Bilder dazu findet ihr hier.

 

Ein paar Videos sind direkt auf Simeon's Youtube channel zu finden.

 

Nun war es also soweit. Simeon machte sich am 04.10.2016 auf den Weg in die USA. Von Zürich flog er, via Amsterdam und Salt Lake City nach Boise (Idaho). Der Flug war zwar ruhig und angenehm aber mit 16 Stunden sehr lange. Die Zeit vertrieb er sich mit Filme schauen und schlafen. Aufgeregt war er, laut eigener Aussage, überhaupt nicht. In Boise angekommen wurde er von Polly Pierce Saulls abgeholt und in ein Restaurant in Boise zum Steak-Essen gefahren. Anschliessend ging es weiter ins Hotel „Hamptons Inn“ in Mountain Home wo ihn ein herzliches Willkommen erwartete. Das Hotel hatte auch einen Whirlpool. Auf dem Zimmer, dass mit einem King Size Bett aufwartete standen auch kleine Überraschungen der Stadt und der Sponsoren bereit.

 

Aufgrund des Jetlags ging er früh schlafen. Morgens um 08:00 Uhr startete der Tag mit Frühstück, welches jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig war. Nicht dem Essen wegen sondern weil sämtliches Geschirr aus Plastik war, was man hier bei uns natürlich niemals antreffen würde in einem Hotel. Beim Frühstück hat Simeon Enrico aus Deutschland getroffen. Simeons English war zwar mittlerweile schon besser aber natürlich noch lange nicht so gut wie sein Deutsch. Nach dem Essen wurden sie von Polly abgeholt um in einem Wal-Mart einzukaufen. Es fehlten noch Magnesia, Schuhe und Shirts für den Wettkampf. Ja, in der USA ist alles einfach nur gross und das, so Simeon, glaubt man erst, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat.

 

Nachmittags wurde die Truppe, begleitet von Polly, ihrem Vater und ihrem Mann, in die Wüste begleitet. Mitgenommen haben sie, ganz nach amerikanischer Art ein paar Gewehre. Da waren ein halbautomatisches Maschinengewehr, zwei Pistolen, eine Winchester und eine Schrotflinte. Mit diesen wurde auf Kartonzielscheiben geschossen, was allen viel Spass machte. Anschliessend wurde in einer Pizzeria zu Abend gegessen und zusätzlich trafen Bruno aus Deutschland und Stefan aus Rumänien ein, welche Simeon bereits von vorherigen Lightweight-Wettkämpfen und Highland-Games kannte.

 

Am nächsten morgen wurden die Athleten nach dem Frühstück auf ein Baseballfeld gefahren wo sie ein abschliessendes Training absolvieren konnten. Abends trafen sie auf Luke Lomsdalen aus Amerika und Wilson Burnett aus Calgary Kanada mit seiner Frau Tessa Grey Burnett. Nach dem Essen wurde die Truppe gesplittet und die europäische Equipe fuhr mit Polly an ein American Football Training ihres Sohnes was alle als sehr eindrücklich und cool erlebten. Der nächste Tag war der Freitag und die Athleten wurden nach dem Essen auf den Wettkampfplatz für ein meet & greet mit der Stadt, den Sponsoren und der Bevölkerung abgeholt. Es wurde der Platz und die Geräte besichtigt und bestaunt. Die Gewichte waren in verschiedenen Farben angemalt um nicht verwechselt zu werden. Es war traumhaftes Wetter und alle genossen einen kleinen Lunch mit selbst gemachten Burgern wo auch alle Mitwirkenden inkl. den Zuschauern sich bedienen konnten. Die Truppe ging allerdings früh zurück ins Hotel um sich auf den morgigen Wettkampf vorbereiten zu können. Abends wurde  auch noch das erste Mal das Gewicht der Athleten kontrolliert.

 

 

 

Samstag morgen um 08:00 mussten die Athleten bereit stehen für die letzten Instruktionen und ein finales wägen. Nachdem keiner der 13 Athleten über 200 Pfund (90.7 kg) war durften auch alle das Frühstück geniessen. Vom Hotel wurden sie auf den Wettkampflatz gefahren wo sie von einer Begrüssungszeremonie  in Empfang genommen wurden. Es wurde die Nationalhymne gespielt, die militärische Ehrengarde war auf Platz und das ganze wurde mit amerikanischen Psalmen und Gebeten abgerundet. Sobald die Zeremonie vorüber war, machten sich die Athleten warm. Die letzten von ihnen waren erst am Morgen angekommen. Bald darauf wurden alle Athleten einzeln und persönlich über Lautsprechen vorgestellt. Am 08.10.2016 um 18.45 Uhr Schweizer Zeit hatten die Spiele offiziell angefangen und starteten mit dem Braemar Stone welcher 24 Pfund (10.88 Kg) schwer ist. Simeon konnte ihn auf 26.925 Fuss (8.20 m) stossen. Die zweite Disziplin war der Open Stone. Dies war der leichtere Stein mit 18 Pfund (8.16 Kg). Und doch waren beide Steine deutlich schwerer als normalerweise in Europa (22 und 16 Pfund – 9.97 und 7.25 Kg). Simeon hat den leichteren Stein auf 31.3 Fuss (9.54 m) gestossen. Jede Disziplin wurde vom Speaker und Weltverbandspräsident Francis Brebner kommentiert was sehr gut ankam. Gemäss Simeon hat Francis allgemein einen hervorragenden Job gemacht. Die dritte Disziplin war das Heavy Weight for Distance mit dem 42 Pfund schweren Gewicht was 19.05 Kg entspricht. Mit seiner Weite von 35.425 Fuss (10.80m) war Simeon ziemlich zufrieden. Beim Anschliessenden Light Weight for Distance mit 28 Pfund (12.7 Kg) erreichte er jedoch lediglich 51.025 Fuss (15.55m) was deutlich unter seiner Leistung lag.

 

Seine Lieblingsdisziplin, das Hammerwerfen folgte als nächstes. Im schweren Hammer erreichte er eine neue Wettkampf Bestleistung. Leider blieb er aber im leichten Hammer erneut deutlich unter seiner Leistung was die Freude über die PB beim schweren Hammer dämpfte. Nach dem Hammer kam weight over the bar, wo er mit 15 Fuss (4.57m) eine ziemlich passable Leistung abrufen konnte und die 16 Fuss (4.87m) nur um Haaresbreite verpasste. Enrico hatte beim weight over the bar bei den unter 190 Pfund-Klasse einen neuen Weltrekord aufgestellt als er das Gewicht über die 18 Fuss (5.48m) Marke werfen konnte. Herzliche Gratulation an dieser Stelle. Beim Caber (Baumstammwerfen) hatten alle eine ordentliche Leistung und Simeon konnte mit seinen 85 Grad zufrieden sein, was den 6ten Disziplinen Platz ergeben hatte. Am Schluss hat es für den 12ten Platz gereicht obwohl er in keiner Disziplin zu den letzten gehörte aber auch keine grossen Ausreisser nach oben hatte.

 

Abschliessend möchte sich Simeon nochmals herzlich bei Stefan Dumitrica (Rumänien), Mike Beech (USA) und Garrett Middleton (USA) zu Rang 1, 2 und 3 gratulieren.

 

Alle können stolz sein auf diese Weltmeisterschaft und auch ein herzliches Dankeschön an Polly für ihren unermüdlichen Einsatz.

 

Zum Abschluss wurden alle nach dem Wettkampf von der Stadt Mountain Home zu einem finalen Essen in einer Veteranen-Halle eingeladen wo sie dann auch die Ehrenmedaille in Empfang nehmen konnten.

 

 

 

Für Simeon war es ein tolles Erlebnis, ein guter Wettkampf und eine riesen Erfahrung.